Autor: Ute Hufsky

  • Nova Gorica/Gorizia 20.9.2025

    Nova Gorica/Gorizia 20.9.2025

    Mit Conny von Voila Reisen und Adi als Chauffeur ging die Fahrt über das Kanaltal zur Kulturhauptstadt 2025, einem Schnittpunkt dreier Kulturen. Hier vermengen sich die allemanische, romanische und slawische Lebensart zu einem bunten Miteinander. Dies zeigt sich auch in der Sprachenvielfalt von italienisch, slowenisch und friulanisch.

    Ende des 19. Jahrhunderts galt Gorizia- das „Nizza Österreichs“- als eines der schönsten Provinzstädte der östereich-ungarischen Monarchie.

    Unsere erste Besichtigung gilt dem Castello di Gorizia, einer mittelalterlichen Festung der Grafen von Görz aus dem 11. Jahrh. mit einem herrlichen Blick über die Stadt.

    Unsere italienische Reiseführerin Roberta erzählt uns dann am ehemaligen Grenzübergang in der Via del Rafut über den „Besensonntag“: an einem Sonntag im August 1950, durfte sich die italienische und slowenische Bevölkerung erstmals nach Grenzziehung nach dem 2. Weltkrieg gegenseitig wieder besuchen. Es wurden in Italien Waren eingekauft, die es im ehemaligen Jugoslawien nicht gab wie z.B. guten Kaffee und eben Strohbesen. Viele Familien konnten sich nach Jahren erstmals wieder begegnen.

    Weiter ging es zum alten Bahnhof der Wocheinerbahn, 1904 erbaut und frisch renoviert. Am Vorplatz, der Piazza Transalpina bzw. dem Trg Evrope verläuft heute die Staatsgrenze zwischen Italien und Slowenien.

    In der Pizzeria Tarantella Am Corso wurden wir mit Pasta und Pizza verwöhnt. Gestärkt ging es weiter zum Kloster Kostanjevica, benannt nach den vielen Kastanienbäumen, die einst hier standen. In der Klosterkirche Maria Verkündigung befindet sich in der Krypta die Bourbonengruft, wo Karl X. (1757-1836), der letzte König Frankreichs aus der Hauptlinie der Bourbonen und Mitglieder seiner Familie ruhen. Unmittelbar neben der Kirche liegt der Rosengarten mit hunderten verschiedenen Bourbon-Rosen-Sorten. Im Frühjahr verströmen sie ihren betörenden intensiven Rosenduft. Daneben finden wir die Bibliothek mit Kunstschätzen an alten Büchern. Diese wurde von Padre Stanislav Šrabec (1844-1918), einem bedeutenden slowenischen Linguisten und Grammatiker des 19.Jahrh. gegründet und umfasst ca. 10.000 Bücher sowie 33 Inkunabeln. Von besonderer Bedeutung gilt die 1584 als erste auf slowenisch verfasste Schrift „Articae horulae“ von Adam Bohorič mit eigenhändiger Unterschrift des Verfassers.

    Bei der Rückfahrt durch die Stadt fahren wir am Palazzo Attems Petzenstein, der Synagoge sowie der Piazza della Vittoria, früher Piazza Grande oder auch Travnik/ Wiese genannt vorbei. Wiese deshalb, weil dort Tiere gehalten wurden. An der Piazza Vittoria steht die Kirche des heiligen Ignatius und der Neptun Brunnen. Es gibt noch viele Sehenswürdigkeiten in dieser geschichtsträchtigen Stadt zu entdecken und so werden wohl einige sicher nicht das letzte Mal im schönen Görz gewesen sein.

    Ein erlebnisreicher Tag mit vielen Eindrücken über Geschichte und Kultur ging zu Ende.

    Ein herzliches Dankeschön für die Organisation gilt unserem Pfarrer Dr. Rainer Gugl und dem Presbyterium, das einem Zuschuss zu den Fahrtkosten zugestimmt hatte sowie der kompetenten Reiseleitung von Conny/ Voila Reisen und unserem Chauffeur Adi von Ebner Reisen.

Evangelische Pfarrgemeinde Velden
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