Das Gustav-Adolf-Fest wird in Kärnten jährlich von der Evangelischen Superintendentur A. B. Kärnten und Osttirol organisiert – meist an wechselnden Orten in evangelischen Gemeinden. Es ist ein zentrales Ereignis, bei dem sich Menschen aus dem ganzen Bundesland versammeln, um ihren Glauben gemeinsam zu feiern und ihre Gemeinschaft sichtbar zu machen.
In Kärnten hat das Gustav-Adolf-Fest eine besondere Bedeutung, da evangelische Christ:innen dort seit jeher eine Minderheit darstellen. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde der evangelische Glaube zwar von vielen angenommen, doch mit der Gegenreformation wurde er massiv unterdrückt. Erst das Toleranzpatent von 1781 erlaubte evangelischen Gemeinden wieder offenes religiöses Leben.
Im Mittelpunkt stehen ein Festgottesdienst, oft unter freiem Himmel, sowie Beiträge von Chören, Bläsergruppen, Jugendgruppen und manchmal auch Partnerkirchen aus dem Ausland. Auch das Gustav-Adolf-Werk Österreich ist meist vertreten und informiert über Projekte zur Unterstützung evangelischer Minderheiten weltweit.
Das Fest in Kärnten ist Ausdruck von Zusammenhalt, religiöser Identität und dem Willen, den Glauben auch in einer mehrheitlich katholischen Umgebung offen zu leben – mit Stolz, Freude und ökumenischer Offenheit.






